|
Creatin Monohydrat, ein Mittel das heute aus dem
Sport nicht mehr wegzudenken ist, wurde erstmals 1832 in Frankreich entdeckt.
Der Name Creatin kommt nicht von ungefähr - Creatin ist eine Ableitung des
griechischen Wortes Creas, was übersetzt Fleisch bedeutet.
Schwimmrekord von Penny Heyns: "Er war so schnell durch
Creatin"
Sechs Weltrekorde in sechs Wochen
scheinen einen einfachen Grund zu haben: Penny Heyns nimmt das Präparat Creatin,
das nicht auf der Verbotsliste des IOC steht.
Schwimm-Olympiasiegerin Penny Heyns (Südafrika), die in den
vergangenen eineinhalb Monaten in den Brust-Disziplinen 100 und 200 m sechs
Weltrekorde aufstellte, hat während der Pan-Pazifik-Meisterschaften in Sydney
erklärt, dass sie das muskelbildende Präparat Creatin nimmt. "Ich habe bei
meiner Ernährung nicht immer auf das geachtet, was für den Körper optimal
ist. Ich will alle Möglichkeiten nutzen", sagte die 24-Jährige.
Creatin steht nicht auf der Verbotsliste des
Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Prinz Alexandre de Merode,
Vorsitzender der Medizinischen Kommission des IOC, vertritt die Meinung,
Creatin dürfe nicht "in einen Topf mit Testosteron oder anabolen Steroiden
geworfen werden, weil es ein Nahrungsmittel ist". Prof. Dr. Dirk Clasing
(Münster), stellvertretender Vorsitzender der gemeinsamen
Anti-Doping-Kommission des Deutschen Sport-Bundes (DSB) und des Nationalen
Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland, sagte am Freitag auf Anfrage, an
Creatin sei "nichts Verwerfliches". Der Körper bilde das Mittel selbst, zudem
würde es durch Fleisch-Nahrung ohnehin natürlich aufgenommen. "Das ist ganz
legal", sagte Clasing.
Penny Heyns ist nicht die einzige Weltklasse-Athletin, die
Creatin nimmt. Auch Tennisspielerin Mary Pierce (Frankreich) schwört auf
dieses Mittel, "weil es dem Körper hilft, sich zu erholen". ( Quelle:
Spiegel.de)
Wikipedia sagt zu Creatin-Monohydrat:
Um die Vorräte des Energieträgers ATP so einfach
und schnell wie möglich zu erneuern, verwenden die Muskeln hauptsächlich Kreatin.
Die Kreatinmenge in den Muskeln spielt eine entscheidende Rolle bei der
Unterstützung von intensiven körperlichen Anstrengungen.
Bei Männern enthalten die Muskeln im Ruhezustand
ungefähr vier Gramm Kreatin pro Kilogramm Muskelmasse. Diese Vorräte können
durch eine kurzzeitige zusätzliche Kreatineinnahme erhöht werden.
Eine "Nebenwirkung", die in der
wissenschaftlichen Literatur erfasst ist, ist eine mögliche Gewichtszunahme um
ein bis zwei Prozent, je nach Person. Diese Gewichtszunahme resultiert aus der
Einbehaltung von Wasser in den Muskelzellen. Für Bodybuilder ist das ein
wünschenswerter Nebeneffekt, da der Muskel größer wird, außerdem berichten viele
Bodybuilder über eine Kraftzunahme, dies gilt jedoch als umstritten.
Der Ernährungswissenschaftler Priv.-Doz. Dr.
Andreas Hahn von der Universität Hannover urteilt in seinem Buch:
Nahrungsergänzungsmittel:
- „Der mögliche Sinn von Kreatingaben
bezieht sich ausschließlich auf Menschen mit starken sportlichen Aktivitäten,
die mit großem Eifer betrieben werden. Aufgrund gegensätzlicher
Studienergebnisse kann jedoch nicht grundsätzlich zu einer Ergänzung mit
Kreatin geraten werden. Eine kurzfristige Supplementierung von Kreatin (bis zu
8 Wochen) in Mengen von etwa 20 g/Tag gilt als unbedenklich.“
In diesem Zusammenhang sollte auch erwähnt
werden, dass nicht jeder Mensch gleich auf eine
Kreatin-Supplementation reagiert. Es wird zwischen so genannten
Non-Respondern und Respondern unterschieden, sprich zwischen Menschen bei denen
es sei es zu Veränderungen in der Körperzusammensetzung (Zuwachs an Muskelmasse)
und einer Leistungssteigerung im Sport kommt, oder eben nicht. Der Unterschied
zwischen beiden Gruppen besteht darin, dass bei den Non-Respondern die
Speicherfähigkeit im Muskel bereits bis zur möglichen Obergrenze ausgenutzt ist
und zusätzliche Supplementgaben daher ungenutzt ausgeschieden werden, wogegen
bei Respondern der natürliche Gehalt unter dem Maximalwert liegt.
Extrem große Leistungssprünge, wie sie vielfach
in übertriebenen Ausmaßen von der Supplement-Industrie für
Nahrungsergänzungsmittel beworben werden, sind durch die Supplementation mit
Kreatin oder
Kre-Alkalyn
nicht zu erwarten. Das Hauptaugenmerk sollte besonders im Krafttraining auf
einer größtmöglichen Trainingsintensität liegen.
Quelle: Wikipedia.de |